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Die Geschichte des Karate und seine Elemente

 

 

Karate entstand vor mehr als 1000 Jahren in China und kam später nach Okinawa. Von dort gelangte es durch Meister Gichin Funakoshi, der an jenen Tagen Professor an der pädagogischen Hochschule von Okinawa war, nach Japan.

 

Meister Gichin Funakoshi (* 1868; † 1957) gilt als der Begründer des modernen Karate. Der Begriff KARATE (KARA...leer, unbewaffnet, TE...Hand = Karate...leere Hand) wurde erstmals von Gichin Funakoshi geprägt und das System durch ihn in Japan gelehrt. Somit impliziert das Wort KARATE eindeutig japanisches KARATE.

 

Im Jahre 1936 gründete Funakoshi die Stilrichtung SHOTOKAN, der bekannteste Stil inner- und ausserhalb Japans. Er wählte diesen Namen Shotokan nach dem Namen des Gebäudes, in dem er in Tokio unterrichtete.

 

Professor Gichin Funakoshi besass ein sehr hohes intellektuelles Niveau, mit dem er KARATE eine geistige Haltung oder vielmehr eine Art Lebensphilosophie hinzufügen konnte. Für Gichin Funakoshi war KARATE nicht nur eine Kampfkunst, bei der dir Gliedmassen des Körpers als Angriffs- und Abwehrwaffen eingesetzt werden, sondern auch einen Weg (DO), den Charakter zu formen.

 

Meister Gichin Funakoshi schrieb hierzu:
”So wie die blanke Oberfläche eines Spiegels alles wiedergibt, was vor ihm steht, und wie ein stilles Tal selbst den schwächsten Laut weiterträgt, soll der Karateschüler sein Inneres leer machen von Selbstsucht und Boshaftigkeit, um in allem, was ihm begegnen könnte, angemessen zu handeln.”

Das ist mit KARA, d.h. leer im KARATE gemeint.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde KARATE in Europa als äusserst harte Art der Selbstverteidigung bekannt. Durch die körperliche und geistige Selbstdisziplin erzieht das KARATE den Schüler zu einem weitgehend ausgeglichenen Menschen, der höchste Achtung vor dem Leben und der Gesundheit seiner Mitmenschen hat.

Oberstes Gebot ist nicht der Sieg oder die Niederlage, sondern die Vollkommenheit des eigenen Charakter.

 

Karate in der Gegenwart.....

Der organisierte Karatesport, von dem hier die Rede ist, entwickelte sich in Deutschland von 1957 an stets nach oben. Inzwischen hat sich das organisierte Karate innerhalb des Deutschen Karate Verbandes (DKV) durchsetzen können.

Innerhalb des DKV werden unter Anerkennung der Landessportverbände und des Deutschen Sportbundes Kreis-, Landes- und Deutsche Meisterschaften ausgerichtet. Die Rolle des modernen Karate in diesem Zeitalter ist vielgestaltig: -Leistungssport, -Selbstverteidigung, -Fitnesstraining, -Ausgleichssport....

 

KIHON, KATA und KUMITE....

Karate besteht aus den 3 Blöcken KIHON, KATA und KUMITE. Nicht nur im Kampf, sondern auch in der Grundschule und KATA kommen alle 3 Elemente auf dem Weg des Lehrens und Lernens zur Anwendung. KIHON, KATA und KUMITE bilden zusammen eine stabile Einheit.

 

KIHON (Grundschule): In der Grundschule trainiert der Karateka Angriffs- und Abwehrtechniken mit Armen und Beinen als Einzeltechnik oder in Technikkombinationen mit oder ohne Partner. Das KIHON ist die Basis des Karate und ermöglicht dem Karateka, sich Schritt für Schritt und Technik um Technik die Grundlagen zu erlernen und sich mit ihnen vertraut zu machen.

 

KATA (Kampf gegen imaginäre Gegner): KATA ist das Bindeglied zwischen KIHON und KUMITE. Zunächst einmal kann KATA als eine höhere Form der Grundschule angesehen werden. Ohne üben der Grundschule ist eine gute KATA-Vorführung nicht möglich.KATA ist gleichsam die Perfektion der Grundschule in höherer Form. In genau festgelegten Kombinationen von Abwehr und Angriff werden mehrere imaginäre Gegner bekämpft. Dadurch übt der Karateka vor allem Präzision und Rhythmus, aber auch Koordination und Schnelligkeit seiner Technikkombinationen.

 

KUMITE (Freikampf und Selbstverteidigung): Im Kumite müssen die Kämpfer ihre Angriffe hart ausführen, aber vor dem Ziel stoppen, um Verletzungen zu vermeiden. Feste Kampfregeln und strikte Disziplin der Kämpfer machen Kämpfe auf Basis kontrollierter Techniken möglich. Den Partner hart zu treffen würde zur Disqualifikation führen. Dem Grundsatz des Karate, seinen Gegner zu achten und zu respektieren, wird so Rechnung getragen.
Die Selbstverteidigung ist darauf ausgerichtet, den Angreifer davon abzuhalten oder es ihm unmöglich zu machen, eine Attacke fortzusetzen. Karate ist jene fernöstliche Kampfsportart, die genau dieses Ziel, nämlich die schnellste Art zur Beendigung einer Auseinandersetzung, anstrebt. Die Idee ist, den Angreifer mit nur einem Schlag kampfunfähig zu machen und somit ausser Gefecht zu setzen.

 

Die drei Bestandteile des heutigen Karate basieren alle auf der Verwendung der gleichen fundamentalen Grundtechniken. Das moderne Training verbindet diese Methoden mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Funktionen der menschlichen Muskulatur und deren Einsatz im Karate.

Der Karateka von heute wird umfassend ausgebildet und ist körperlich und geistig vorbereitet, um sich gegen mögliche Angreifer erfolgreich zu verteidigen.

Karate fördert die Koordination und Beweglichkeit, hilft einen gesunden Körper zu entwickeln und ist auch hervorragend geeignet eine schöne Figur zu erlangen. Karate wird heute von Kindern wie auch Älteren gleichermaßen ausgeübt um körperlich topfit zu sein......

 

--> weitere bzw. zusätzliche Informationen über Karate gibts bei Wikipedia

 

 

 

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